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Hauſes, ſelten die Sultaninnen, niemals aber einen Miniſter oder Vezier zur Tafel. Selbſt nicht einmal gelangen die Kadinnen(Favoritinnen des Hofes) zu dieſer Ehre.
Waͤhrend der Sultan allein bleiben muß, iſt der Groß⸗Vezier, als Stellvertreter des Groß⸗Herrſchers verbunden, in dieſen Naͤchten Ehren⸗Feſte den vor⸗ nehmſten Reichs⸗Beamten zu geben. Nur die ſieben erſten Naͤchte kann er nach ſeiner Willkuͤhr zubringen, die uͤbrigen ſind gewiſſen unabaͤnderlich feſtgeſetzten Feſten eingeraͤumt, welche mit eben ſo viel Genauig⸗ keit, als Glanz unter der unmittelbaren Leitung des Teſchrifatdſchi⸗Efendi(Groß⸗Zeremonienmei⸗ ſters des Reiches), in dem Serai des erſten Vezier gegeben werden. Ein altes Herkommen beſtimmt nicht nur die Naͤchte, an welchen dieſe und jene Feierlich⸗ keiten vor ſich gehen muͤſſen, ſondern auch die Anzahl der jedesmaligen Gaͤſte und die Klaſſiftkation derſelben nach Rang, Wuͤrden und Alter. 3
Die zwei erſten Naͤchte iſt z. B. der Vezier Aſ⸗. ſem ooͤllig frei. Bei dieſer Gelegenheit beginnen die großen Freudenmahle und geſellſchaftlichen Vereine erſt mit der zweiten Nacht. Die Gaſtmahle werden jedes Mal im Audienz⸗Saale(Arz⸗Odaſſi) nach dem Range und der Wuͤrde der Perſonen, nach einer be⸗ ſtimmten Ordnung, auf einer runden Tafel gegeben.
Alle Muſelmaͤnner, welche nicht zum Hofſtaate
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