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eine feinere Art dargeſtellt wuͤrden. Ihr Anblick rei⸗ ßet unwillkuͤhrlich zur Luͤſternheit.
Wir ſind auf dem Theater, wo ſich die Taͤnzer verſammeln. Eine Menge Volks ſtroͤmt herbei. Die Kuͤnſtler erheben ſich, den Saraband zu tanzen. Unbeſchreiblich iſt das Spiel mit den Zuͤgen in den Phyſiognomien der Taͤnzer. Einige Zeit haben ſie ſich begnuͤgt, die wolluͤſtigſten Blicke mit einer Kunſt, welche nur den ausdrucksvollen, morgenlaͤndiſchen Phy⸗ ſiognomien moͤglich iſt, unter einander zu wechſeln. Ein ſchmachtendes Sehnen ſcheint auf einmal ihre Geſichter uͤbergoſſen zu haben, und die zaͤrtlichſten Empſindungen entfalten ſich plötzlich in ihren Antli⸗ tzen. Noch ein Paar Augenblicke, und das feurige Phyſiognomien⸗Spiel geht in ein raſches Leben aller Glieder uͤber.
Die Taͤnze, welche aufgeführt werden, ſind zwar ſehr verſchieden, allein faſt alle kommen doch darin uͤberein, Reitze zur Wolluſt und zur Luͤſternheit zu wecken. Sittſame, ebrbare Tuͤrken ſprechen daher nicht ſelten von ſolchen Taͤnzern mit Verachtung.
Ausgelernte Wolluͤſtlinge unter den Tuͤrken, ſelbſt aus den vornehmſten Staͤnden, verſammeln ſich deſnen ungeachtet zuweilen in geſchloſſenen Zirkeln, und fün⸗ ren ſolche Taͤnze auf. Manche reiche Muſelmaͤnner unterhalten ſogar unter ihrer Dienerſchaft beſondere Leute, welche ſie, ſo oft es ihnen gefaͤllt, durch uͤp⸗


