Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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iſt auch die Zeit der Erdbeben fuͤr Konſtantin opel; die Nordwinde herrſchen nun am Bosporus.

Die Winter ſind ſo wenig ſtreng, daß die Einge⸗ bornen ganz der Oefen entbehren und ſich mit Ten⸗ durs(einer Art Kohlen⸗Pfannen) behelfen koͤnnen. Der Froſt iſt nie anhaltend, und ſelten haͤlt ſich der Schnee einige Zeit auf den Straßen. Im Ganzen kann man in einem gewoͤhnlichen Jahre 254 heitere Tage, und nur 20 mit bedecktem Himmel zaͤhlen; au⸗ herdem iſt ungefaͤhr an 40 Tagen die Witterung ver⸗ aͤnderlich, an os regnet es, an fuͤnfzehn Tagen gibt es Donnerwetter, und nur an ſechs auch Nebel.

IV. Wolluͤſtige Taͤnze in der Türkei.

Muſelmaͤnner vom Stande halten das Tanten fuͤr etwas Unanſtaͤndiges. Selbſt die gemeinen Klaſſen der Tuͤrken haben wenig Sinn dafuͤr; es gibt aber deſto mehr Leute in der Levante, welche ein Gewerbe aus dem Tanzen machen. Solche gemiethete Taͤnzer duͤr⸗ fen bei keiner Luſtbarkeit, bei keinem Volks⸗ oder Fa⸗ milien⸗Feſte fehlen. In großen Staͤdten erblickt man haͤuſig auf den Straßen ganze Schaaren derſelben. Der tuͤrkiſche Tanz beſteht in geilen Geberden, molluͤſtigen Mienen und Gliederſpiele, und luͤſternen oft unanſtaͤndigen Bewegungen. Die tuͤrkiſchen Taͤnze ſcheinen uͤberhaupt nichts anders ſeyn zu ſollen, als Pantomimen der Wolluſt, und wuͤrden die ſchoͤnſten Geheimniſſe der Sinnlichkeit ausdruͤcken⸗ wenn ſie auf