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An Plauderhaftigkeit kommen die ſchoͤnen Orien⸗ talinnen den Europaͤerinnen nicht nur gleich, ſondern uͤbertreffen ſie ſogar. Ihnen iſt die Erziehung der Jugend beiderlei Geſchlechts anvertraut, die Knaben bleiben bis zur Zeit der Beſchneidung in dem Harem.
Edel iſt die Haltung der Frauenzimmer, liebens⸗ wuͤrdig ihre Bewegung, angenehm und naiv wiſſen ſie ihre Gedanken vorzutragen. Die Leichtigkeit, mit welcher ſie die Worte ausſprechen, das Melodiſche ih⸗ rer Toͤne, die Reinheit ihres Sprach⸗Organs, die Feinheit ihrer Empfindungen ſind bewunderungs⸗ wuͤrdig. 1
Nach dem Dode des Gatten muͤſſen die Frauen aufhoͤren, glaͤnzende Kleider und Schmuck zu tragen, und froͤhlichen Geſellſchafts⸗Zirkeln beizuwohnen.
Vor Gericht gilt das Zeugniß von zwei Maͤnnern, muͤſſen aber Weiber Zeugniß ablegen, ſo erfordert das Geſetz vier derſelben.
III. Die Jahreszeiten in Konſtanti⸗ nopel.
Die Atmoſphaͤre iſt hoͤchſt heilſam fuͤr die Geſund⸗ heit, und vortrefflich fuͤr die Sinne und den ganzen Organismus des Koͤrpers. Die Abwechslung der Jah⸗ reszeiten iſt lange nicht ſo regellos, als in unſern noͤrd⸗ lichen Laͤndern, jede hat ihre eigenen Genuͤſſe und An⸗ nehmlichkeiten. Bei uns verfließt das Jahr unter dem wechſelſeitigen Kampfe der Elemente; im Oriente rei⸗


