Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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nebſt dieſen einen oder mehrere Verſchnittene bei ſich. Sie bedienen ſich hiezu der Gitterwagen und Ka⸗ leſchen.

Weiber gemeiner Tuͤrken erblickt man uͤbrigens in Menge auf den Straßen, und alle Spatziergaͤnge ſind mit ihnen angefuͤllt. Auf dem platten Lande, wo ein Frauenzimmer von dem Poͤbel nichts zu befuͤrchten hat, und in kleinen Staͤdten und Doͤrfern erſcheinen ſogar die vornehmen Damen nicht ſelten zu Fuß. Zur Zeit der Daͤmmerung begeben ſich die Tuͤrkinnen in ihr Haus zuruͤck. Die orientaliſchen Frauenzimmer koͤnnen ihre Freundinnen und Verwandten beſuchen, ohne es vorher ihrem Manne zu ſagen.

Je vornehmer die Tuͤrkinnen ſind, deſto weniger zeigen ſie ſich dann oͤffentlich. Ihr Stolz erlaubt es nicht anders, als mit großem Gefolge und orientali⸗ ſchem Gepraͤge auszugehen. Von allen Frauenzimmern zu Konſtantinopel ſcheinen noch am meiſten die Serails⸗Bewohnerinnen beſchraͤnkt zu ſeyn. Die mei⸗ ſten Odaliken kommen nie aus dem innern Thore des Serails, und nur wenige haben die Erlaubniß, einen Theil des Sommers in den kaiſerlichen Luſtſchloͤſſern am Busßorus zuzubringen. Dieſe Ooaliren ſind kat⸗

ſerliche Sklavinnen, und keine kommt zur Wuͤrde der Gemahlin des Sultans.

Der Aufenthalt in dem Harem iſt nicht freuden⸗ leer. Feſte verſchiedener Art wechſeln mit einander ab; die Frauenzimmer mehrerer Haͤuſer verſammeln