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namen. Seine Nation dagegen haͤlt er fuͤr die erſte, tapferſte und herrſchende auf der Erde.
Die Philoſophie der Tuͤrken iſt rein praktiſch. Je mehr man uͤberdieß mit den Tuͤrken zuſammen lebt, deſto oͤfter macht man die Erfahrung, daß ſie nicht nur einen ſchnellfaſſenden und uͤberblickenden Geiſt, ſondern auch einen ſehr hellen Verſtand, und eine richtige Urtheilskraft haben. Der Glaube an Vorher⸗ beſtimmung des Schickſals hilft ihm, Ungluͤck und Gefahren leicht ertragen.
II. Die Frauenzimmer des Orients.
In dem ganzen Anſtande, Tone und Betragen of⸗ fenbaren die Orientalinnen ein gewiſſes Etwas, welches eben keine Neigung zum Platonismus zu ver⸗ rathen ſcheint; um ſo feſter aber umſchlingt auch ihre Liebe den Gegenſtand, welchen ihnen das Schickſal zu⸗ gefuͤhrt hat. Die eheliche Treue findet in einem ganz beſonderen Grade Statt. Obgleich es dem Muſelmann erlaubt iſt, ſich vier rechtmaͤßige Frauen, Baſcheka⸗ dunen, beizulegen, und ſo viele Beiſchlaͤferinnen zu halten, als ſeine Vermoͤgens⸗Umſtaͤnde erlauben, ſo iſt doch ſelten der Fall, daß ein Mann mehr als eine Frau hat. Nur die Ueppigkeit und der Reichthum der Großen macht hievon eine Ausnahme. Wenn einer mehrere Weiber hat, ſo herrſcht dieſe Einrichtung, daß meiſtens jede ihre beſondere Wohnung und Bedienung hat, und daß das Geſetz alle in ihren beſondern Rech⸗


