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genheiten. Wenn ein Tuͤrke ſagt: Ich ſchuͤtze dich, ſo kann man ſicher ſeyn, daß, ſo lange er noch am Leben iſt, einem kein Haar gekruͤmmt werde.
Zum geſellſchaftlichen Umgange iſt der Orientale wenig aufgelegt. Der Kreis ſeiner Kenntniſſe und wiſſenſchaftlichen Bildung iſt zu ſehr beſchraͤnkt, um die gehoͤrige Mannigfaltigkeit in das Geſpraͤch zu brin⸗ gen, und eigentlicher Witz, die Wuͤrze unſerer Geſell⸗ ſchaft, fehlt ihm faſt ganz. Er redet wenig; oft er⸗ folgt ſtatt einer Antwort ein Laͤcheln oder Schmun⸗ zeln, und wenn der Tuͤrke ſich zu reden bemuͤht, ſo ſpricht er kraftvoll, aber ſo kurz als moͤglich. Alle Handlungen der Duͤrken tragen das Gepraͤge der Ernſt⸗ haftigkeit an ſich. Sie finden Vergnuͤgen an jungen Maͤdchen und Knaben in den uͤppigſten Stellungen und mit den wolmuͤſtigſten Geberden. Sie finden An⸗ nehmlichkeiten darin, bei dem Erwachen ſich von ſchoͤnen Geſtalten und Formen umgeben zu ſehen, und ſich durch ſie mit Kaffee, Tabak, Scherbet, Roſen⸗ Eſſenzen, Ambra und Aloe bedienen zu laſſen. Der Osmane liegt und ſchlaͤft auf Polſtern und Divans und hat viele Vorurtheile. So glaubt er z. B. an ei⸗ nen boͤſen Einfluß der Blicke der Menſchen, und da er den erſten Blick fuͤr den gefaͤhrlichſten haͤlt, ſo ver⸗ wahrt er ſein Haus durch Aufſteckung von Straußen⸗ Eiern unter den Daͤchern dagegen. Der Tuͤrke ver⸗ achtet alle andern Nationen, und belegt ſie mit Schimpf⸗


