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auf jeder Seite hat es ſechs runde Vertiefungen. Nur 2 Perſonen koͤnnen mit einem Brette ſpielen. Das Spiel iſt ſo einfach wie unſere Dame, oder Domino.
XXIII. Zuſtand und Behandlung der Sklaven in der Tuͤrkei.
Man ſieht die Sklaven, wie Hausgenoſſen an; ſobald ſie in das Haus treten, gehoͤren ſie zur Fa⸗ milie. Die Tuͤrken koͤnnen den Sklaven die Freiheit geben, oder ſie waͤhrend der ganzen Lebenszeit im Dienſte behalten. Die Kinder, welche ſie mit allen ihren Weibern zeugen, haben gleichen Antheil an dem Erbe ihres Vaters, nur daß die von Sklavinnen ge⸗ zeugten durch das vaͤterliche Teſtament frei gemacht werden muͤſſen. Geſchieht dieß nicht, ſo bleiben ſie Sklaven und fallen dem Aelteſten der Familie zu.
Ein Geſetz verbietet den Tuͤrken, eines Bruders Sklavin zu beruͤhren, bevor ſie nicht Eigenthum eines Dritten geweſen iſt. Will ein Bruder dem andern mit einer Sklavin, bei welcher er ſchon geſchlafen hat, ein Geſchenk machen, ſo muß ſie zuerſt an einen Freund oder Verwandten verſchenkt werden, von welchem der andere Bruder ſe erhalten kann.
Durch den Koran iſt verordnet: daß keine Frau ihren Sklaven heirathen, oder ſich von ihm beruͤhren laſſen duͤrfe. Ein Herr, der eine Sklavin in ſei⸗ nen Harem aufzunehmen wuͤnſcht, welche mit einem ſeiner Sklaven verheirathet iſt, braucht nur dieſen


