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des Sklaven eigner Frau zu ſchenken. Sobald dieſes geſchehen iſt, muß die Ehe getrennt werden.
In Anſehung der Religion laſſen die Tuͤrken den Sklaven jene ihrer Vaͤter beibehalten. Unter den Sklavinnen der Tuͤrkei gibt es ſo viele Schwarze, als Weiße.
Die ſchwarzen Frauenzimmer ſind in der Tuͤrkei ſehr geſucht; ihr Wuchs iſt meiſtens zart gebildet, und das Auge von der außerſten Lebhaftigkeit. Die Tuͤr⸗ ken behaupten, der Beiſchlaf mit Negerinnen in den heißen Sommer⸗Tagen gewaͤhre unendlich mehr Reiz, ais mit weißen Frauenzimmern, wegen der Kuͤhle, welche ſie in ſich verborgen haͤtten. Es gibt wenige Harems vornehmer Muſelmaͤnner, in welchen nicht ſchwarze Frauenzimmer angetroffen wuͤrden.
Der Neger am tuͤrkiſchen Hofe iſt uͤppig, traͤge, ausgezeichnet durch eine ſtolze Gleichguͤltigkeit gegen Alles Umgebende, durch Verachtung der Neben⸗ menſchen. Die Tuͤrken nennen alle Schwarze meiſtens Arabs, und begreifen unter dieſer allgemeinen Be⸗ nennung nicht nur die Bewohner des eigentlichen Arabiens, ſondern des ganzen innern Afrikg.
Man findet in der Tuͤrkei Schwarze aus der Bar⸗ barei, Nubien und Abeſſinien, aus Goaga, Borno, Zanfara, Medra oc. Ebenſo verſchie⸗ den iſt auch das Vaterland der weißen tuͤrkiſchen Skla⸗ ven. Außer den Europaͤern, welche durch Zufall in die Sklaverei der Muſelmaͤnner gerathen, ſieht man


