340
um einen Brunnen. Waͤhrend die einen der Quelle ſich naͤhern, in ihren Brunnen⸗Eimern das Waſſer am Seile empor ziehen, und es in ihre Kruͤge ſchuͤtten, ſingen die andern Lieder der Freude. Ein Theil hat ſich indeſſen in eine Gruppe vereinigt, und, indem der Geſang ertoͤnt, fangen ſie an, in froͤhlichen Rei⸗ ben zu tanzen. In allen ihren Wendungen und Bie⸗ Lungen zeigte ſich die groͤßte Lebhaftigkeit und Gewandt⸗ beit. Die Tours waren von ziemlicher Verſchieden⸗ heit. Bald ward von allen Taͤnzerinnen ein Arm hoch in die Hoͤhe gehoben, bald dieſer Fuß vorgeſetzt, bald jener; bald war nur ein allgemeiner Kreis um den Brunnen, bald loͤſte er ſich in mehrere Kreiſe auf, Mannsperſonen waren weit und breit nicht zu ſehen.
Nachdem eine Haͤlfte der verſammelten Griechin⸗ nen ihre Geſaͤnge und Taͤnze vollendet hatte, ward ſie von der andern abgeloͤſt, welche bisher beſchaͤftigt geweſen war, Waſſer zu ſchoͤpfen, und nun naͤherte ſich jene dem Brunnen, und fuͤllte ihre Kruͤge. Als alle hinlaͤnglich mit friſchem Waſſer ſich verſehen hat⸗ ten, begaben ſie ſich verſchleiert nach Hauſe, noch ehe die Nacht voͤllig einbrach.
In einem Zimmer, faͤhrt der Erzaͤhler fort, fan⸗ den wir eine ganze Geſellſchaft mit dem Mankala beſchaͤftigt. Es iſt ein Lieblingsſpiel der Tuͤrken, auch der Griechen, und das ganze Jahr an der Tages⸗Ord⸗ nung. Das Mankala⸗Spiel beſteht aus einem Brette mit zwei Fluͤgeln, wie ein Damen⸗Brelt,


