337 hinauf klettern, ſie koͤnnen aber wegen ihrer Naͤbe leicht dieſelben erreichen.
Der Kapudan⸗Paſcha hat die oberſte Leitung uͤber alle in dieſer Gegend liegenden Anſtalten und Gebaͤude des Sultans; unter ihm ſteht auch das Bagno. Er ernennt jedes Mal den Aufſeher daruͤber, welcher wie⸗ der Unter⸗Aufſeher und Gehuͤlfen hat. Das Bagno bewachen Marine⸗Soldaten, deren Kaſerne in der Naͤhe ſich befindet.
Die hier befindlichen Sklaven werden theils zu oͤffentlichen Arbeiten, theils zur Bemannung der kai⸗ ſerlichen Galeeren angewendet. Auch von der Todes⸗ ſtrafe befreite Miſſethaͤter muͤſſen ihre uͤbrige Lebens⸗ zeit auf eine elende Weiſe im Bagno hinſchleppen.
Ueber die Sklaven fuͤhren einige Tuͤrken, Guar⸗ dians genannt, die Aufſicht; ſie haben immer den Stock in der Hand, und der geringſte Fehler wird ſcharf beſtraft. Die Nahrung und Koſt der Gefange⸗ nen beſteht in Waſſer, einigen kleinen Broden, Oli⸗ ven, Gurken, gruͤnen Suppen und Gemuͤſen. Die Luft im Innern des Bagno iſt ſehr verdorben und un⸗ geſund. Es befinden ſich in dem Bagno auch noch drei Kapellen, eine fuͤr die griechiſchen und zwei fuͤr die lateiniſchen Chriſten. Eine der letztern gehoͤrte ebe⸗ mals den Franzoſen, die andere den Venetianern und übrigen Italienern, Teutſchen und Polen. Hier konn⸗ ten ſonſt die in Pera und Galata wohnenden Miſſio⸗ naͤre Beichte hoͤren, Meſſe leſen und Sakramente aus⸗
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