Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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von dem Kapi⸗Aga in ein Gefaͤß getaucht, und ſtark zuſammen gedruͤckt, damit alles Waſſer in das Gefaͤß fließt. Dann wird eine Anzahl venetianiſcher Flaſchen damit angefuͤllt, und gleichfalls verſtegelt und ver⸗ ſchenkt.

Das heilige Gewand muß bis zum zwanzigſten des Ramazan abtrocknen, dann wird es vom Kaiſer wieder verſchloſſen.

Sobald ein Vornehmer dieſe Geſchenke erhaͤlt, nimmt er das Papier mit Mahomeds Siegel, taucht es etwas in das Waſſer der Flaſche, und ſchluckt ſo⸗ dann Waſſer in Papier in voller Andacht hinab, ohne das Papier vorher zu oͤffnen.

Andere, welche bloß Waſſer bekommen, laſſen ſich vom Iman Spruͤche aufſchreiben, und ſchlucken ſie hinab. Man ſchreibt dieſen dieſelbe Kraft zu.

In dieſem Salon haͤngt auch an der Wand ein kurzer Saͤbel von plumper Arbeit. Die Scheide iſt aus gruͤnem Tuche, und das Stuͤck wird fuͤr eine Reliquie des ſo hoch verehrten Omar, des Nachfol⸗ gers Muhameds gehalten. Hier iſt auch ein anderer lauger Saͤbel aufgehaͤngt, welcher dem Fanatiker Ebu⸗Nislum gehoͤrt haben ſoll. Dieſer ließ alle in Stuͤcke hauen, welche ſich erdreiſteten, Ketzereien in den wahren Glauben zu miſchen. Er ſtand 400 Jahre nach Mahomeds LTode auf, und zerſtoͤrte eine Sekte beinahe voͤllig.

Zwiſchen dieſem Reliquien⸗Saale und der Chas⸗

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