Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Marmor bekleidet, und ein kuͤnſtliches Schnitzwerk von Gold geht rings herum. Das große Marmorpfla⸗ ſter iſt mit koſtbaren Teppichen belegt. Laͤngs der Sei⸗ tenwaͤnde erſtrecken ſich koͤſtliche Divane, deren Pol⸗ ſter mit Edelſteinen und Perlen verziert ſind.

In einer Ecke des Zimmers findet ſich ein kleiner

2 Staffeln hoher Divan, deſſen Kiſſen, Decken und

Matrazen aus Stickereien von Perlen, Rubinen und Smaragden beſtehen.

Bei dem untern Theile des Divans wird in einer Niſche an der Wand, in einem Kaͤſtchen aus Eben⸗ holz, Mahomeds Siegel aufbewahrt. Es iſt in Kryſtall eingefaßt, und mit Elfenbein umgeben, mag ¹ Zolle lang und 3 breit ſeyn, wird fuͤr ein großes Heiligthum gehalten, und ſelbſt ein Abdruck deſſelben ſehr verehrt. 3

In demſelben Gemache iſt auch Mahomeds Hirka, ein orientaliſches Gewand„ mit großen wei⸗ ten Aermeln aus weißem Kamelot von Ziegenhaaren verfertigt.

Den 44. Tag des Ramazan begibt ſich der Sul⸗ tan mit dem Selikdar⸗Aga in dieſes Zimmer, um 50 Abdruͤcke von dem Siegel zu nehmen, welche er ſeinen Guͤnſtlingen und Favoritinnen in kleinen, mit Seide wohl verwahrten und verſiegelten Rollen, als Zeichen ſeiner Gnade uͤberſchickt. Das Gewand wird gleichfalls zur Zeit des Ramazan von dem Grof⸗ herrn aus dem Kaſten genommen, ehrbietig gekuͤßt,