Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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jedes Stuͤck iſt mit Diamanten, Rubinen, Smarag⸗ den und andern koſtbaren Steinen geziert. In dem Serail iſt durch das Herkommen der Gebrauch einge⸗ fuͤhrt, und immer beibehalten worden, daß der Kaiſer, wenn er außer der Mahlzeit Waſſer zu trinken begehrt, 2 jeden Trank mit 10 Zechinen bezahlen muß. 8

Zunaͤchſt bei dem Kilar fuͤhrt eine Galeerie aus⸗ Marmor⸗Quadern, von 8 Saͤulen derſelben Marmor⸗ Art untetſtuͤtzt, welche unten am Fuße mit verſchiede⸗ nen von Gold und mit blauer Farbe gearbeiteten Blu⸗ menwerke verziert ſind, zu der Oda der Eiih a73 kgammer⸗Idſchoglans.

In dem erſten Zimmer, in welches man tritt, hal⸗ ten ſich Tag und Nacht die ſechs aͤlteſten Idſcho⸗ glans der dritten Oda auf. Von da kommt man auf einem mit weißem Marmor gepflaſterten Wege durch eine andere Thuͤre, welche mit zwei ſchwarzen Marmor⸗Saͤulen umgeben iſt, in den Saal der Id⸗ ſchoglans der Schatzkammer.

Sie muͤſſen ſich mit Reiten, Bogenſchießen und andern gymnaſtiſchen Uebungen abgeben. Verſchnit⸗ tene fuͤhran uͤber ſie genaue Aufſicht, damit ſie einan⸗ der nicht verfuͤhren, und zu allerlei Arten von Unzucht reitzen. Auf die Paͤderaſtie der Idſchoglans ſtand ehe⸗ mals die Strafe, daß die Thaͤter ſolange, bis ſie ih⸗ ren Geiſt aufgaben, auf die Fußſohlen gepeitſcht wur⸗ den. In ihrem Saale befindet ſich auf beiden Seiten ein etwas erhabener Gang, 14/2 Schuhe hoch und