Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Saͤcken, welchen der Kaiſer ſelbſt ſein Siegel aufge⸗ druͤckt hat. Das Gewoͤlbe und die Kiſten werden nur

dann geoͤffnet, wenn etwas Neues zum Schatze kom⸗

men ſoll, und dieſe oder jene Kiſte noch nicht ganz voll iſt. Nahe bei den Schatz⸗Zimmern iſt die Werk⸗ ſtaͤtte der Juweliere, welche taͤglich aus der Stadt hierher kommen, und Abends wieder in ihre Wohnungen zuruͤck kehren. Sie werden fuͤr ihre Ar⸗ beiten bezahlt, und zwar nach der Groͤße, Feinheit und Vollkommenheit derſelben.

Chasna bedeutet eigentlich nur die kaiſerliche Kaſſe, und uneigentlich oft den ganzen Schatz des Kaiſers. Dieſer wird ſonſt allgemein Hafneh ge⸗ nannt. Hafneh bedeutet auch 10,000 Beutel Piaſter, oder 5,000,000 Stuͤck. Die Anzahl der J Idſchoglans bei dem Hafneh belaͤuft ſich gewoͤhnlich auf 60. Der Kapi⸗Aga und Chasnadar⸗Baſchi koͤnnen die⸗ ſelbe vermehren oder vermindern. Wenn der Sultan etwas aus der Schatzkammer holen laͤßt, oder dieſelbe ſelbſt betritt, ſo werden gewiſſe Zeremonien beobach⸗ tet, im letzteren Falle werden auch Geſchenke unter die Begleitung ausgetheilt.

Wenn der Sultan ſich in der Schatzkammer befin⸗ det, ſo duͤrfen der Groß⸗Vezier, andere Große des Reichs und die Beiſitzer des Divans bis in die dritte Oda, wo die vorzuͤglichſten Kleinodien aufbewahrt werden, ja bis zum Saale des oͤffentlichen Schatzes kommen, aber bis in die geheime Chasna duͤrfen ſie