Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Oda iſt der Oda⸗Baſchi, welcher noch mehrere Su⸗Baſchis unter ſich hat, und von dem Serai⸗ Agaſi unmittelbar die Befehle erhaͤlt.

Oda iſt ein Inſtitut, in welchem Knaben zum Dienſte fuͤr den Kaiſer ſorgfaͤltig erzogen werden. Au⸗ ßer den Verſchnittenen haben ſie beſondere Lehrer Hodſchas, welche ſie in der Religion, den Geſe⸗ tzen, den morgenlaͤndiſchen Sprachen, im Rechnen und Buchſtaben⸗Malen unterrichten. Wenn die Idſcho⸗ glans die beſtimmte Zeit, welche ſie in den Odas zubringen muͤſſen, zuruͤck gelegt haben, ſo erhalten ſie Anſpruch auf die anſehnlichſten und eintraͤglichſten Aemter, und deßwegen bemuͤhen ſich die Aeltern ſehr, ihre Kinder in dieſes Inſtitut zu bringen.

Von der Moſchee kommt man in eine große Vorhalle, dem taͤglichen Aufenthaltsorte der Stum⸗ men und Zwerge des Sultan. Sie bedienen den Sul⸗ tan, unterrichten die Idſchoglans in mimiſchen Kuͤn⸗ ſten und Geberden, und bringen die Nacht in den Odas der kaiſerlichen Knaben zu. Die Halle iſt mit marmornen Seitenwaͤnden und einem Fußboden aus rothen Ziegelſteinen verſehen, welche in mancherlei kuͤnſtliche Figuren gelegt ſind. Zwei Waſſerbecken fuͤl⸗ len ſich immer von ſelbſt.

Dieſe Vorhalle fuͤhrt zu den Baͤdern, welche einen ſehr großen Raum einnehmen, und auf der einen Seite mit den Waͤſchereien und Bleichen zuſammen ſtoßen. Das Gemach mit den Oefen zur Heitzung der