268 ten, welche abhaͤngig nach den Geſtaden angelegt ſind, theils gegen die Gewaͤſſer beider am Ecke dieſes Zau⸗ berſitzes zuſammen ſtoßenden Meere. Dieſe beruͤhmte Reſidenz beſteht in einer Menge von Gebaͤuden und Pavillons, welche von den türkiſchen Sultanen nach und nach, entweder nach ihren Einfaͤllen, oder nach dem Geſchmacke verſchiedener Guͤnſtlinge und Favori⸗ tinnen aufgefuͤhrt wurden. Wegen des Geſchmackes der vielen Baumeiſter und wegen der verſchiedenen Wuͤnſche der Sultane vermißt man jene edle Harmo⸗
nie und Einfalt, die ein Kunſtwerk bezeichnen, wel:
ches nach einem beſtimmten Entwurfe mit Einheit und Feſtigkeit angelegt, auf einen bleibenden Punkt der Anſicht berechnet wurde. Das Serail bildet den oͤſtlichſten Theil der Hauptſtadt der Tuͤrken, und kann ſchon an und fuͤr ſich als eine kleine Stadt angeſehen werden. Auf der Landſeite ſtoͤßt es dicht an das uͤb⸗ rige Konſtantinopel, und wird nur durch eine dicke Mauer von demſelben getrennt. Der Umfang deſſelben betraͤgt drei Viertel, bis eine teutſche Meile. Die ſtarken Mauern haben auf der Seeſeite viereckige, auf der Stadtſeite runde Thuͤrme. In dieſen halten beſtaͤndig theils Amazoglans, oder Agem⸗Oglani, theils Boſtandſchi Wache, damit Niemand, weder auf der See, noch auf der Landſeite zu ſehr dem Serail ſich naͤhere.
Die von Steinen aufgefuͤhrte Bruͤſtung, auf wel⸗ cher die Serails⸗Batterien ſich befinden, geht rund


