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II. Kein Theil der Stadt Konſtantin's zieht die Aufmerkſamkeit des Fremden ſo ſehr auf ſich, und keiner verdient es vielleicht in dem hohen Grade, als das Serail des Groß⸗Sultans. Es liegt gegen den Aufgang der Sonne, an dem oͤſtlichen Ende von Kon⸗ ſtantinopel auf einer Landſpitze, wo der Hafen mit den Gewaͤſſern des Bosporus ſich vereinigt, in Geſtalt eines ungleichſeitigen Dreiecks, und ſchließt die ganze Hoͤhe eines Huͤgels, und die Ebene unter
demſelben, welcher von der Sophien⸗Kirche bis
an das Meer reicht, in ſich. Muhamed Il., wel⸗ cher 1433 Konſtantinopel den Griechen mit ſtuͤr⸗ mender Hand entriß, verließ, durch die Annehmlich⸗ keit dieſes Platzes gereitzt, das alte, in der Mitte der Stadt liegende Serail, Eski⸗Serai, und legte 147s den Grund zu dem neuen, welches der beſtaͤn⸗ dige Wohnſitz der tuͤrkiſchen Sultane geblieben iſt.
Die Ausſicht vom Serail iſt entzuͤckend. Gegen Suͤd⸗Oſt erblickt man den Meerbuſen von Nizaͤg⸗ die Geſtade von Aſien und Seutgri, die reitzen⸗ den Gegenden des Bosporus, und die Vorſtaͤdte Pera, Galata, Topana und Fondukli ſifen⸗ weiſe jenſeits des Hafen an Bergen. Auf der einen Seite hat man die unendliche Ausſicht uͤber den Pro⸗ vontis; auf der andern den ſchimmernden Hafen mit ſeinen taufend Mannigfaltigkeiten.
Die Serails⸗Gebaͤude ſind auf der erhabenſten Spitze errichtet, und gehen theils auf die vielen Gaͤr⸗


