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das Meer von Marmora, und eilf am Hafen. Die Menge der Haͤuſer am Bosporus wird von dem Fuͤrſten Kantemir uͤberhaupt auf 400,000 an⸗ gegeben, die der Kirchen, Moſcheen und Oſchamien ſchaͤtzt man auf 5— 6000.
Ganz Konſtantinopel iſt mit hohen und ſtar⸗ ken Mauern umgeben. Auf der Landſeite zwiſchen den 7 Thuͤrmen und der Vorſtadt Ejub ſind ſie doppelt, und ſtehen ungefaͤhr 20 Schuhe von einander ab. Beide trennt ein ſteil ausgeſtochener, ungefaͤhr 28 Schuhe breiter Graben, uͤber welchen von den Thoren mehrere Bruͤcken fuͤhren. Der groͤßte Theil der Mauern be⸗ ſteht aus großen gehauenen, der uͤbrige aber aus Zie⸗ gelſteinen. Beide Mauern ſind ihres hohen Alters un⸗ geachtet noch gut erhalten. Die Schießſcharten, Kour⸗ tinen und uͤbrigen Oeffnungen in den Thuͤrmen, dem Aufenthaltsorte der Stadtwachen, ſind gleichfalls gut angebracht. An den Zinnen der Thuͤrme erkennt man gleichfalls ihr hohes Alter. Arvieux gagt, ein Fuß⸗ gaͤnger habe 4— Stunden noͤthig, dieſe Mauern zu umgehen.
Die Mauern auf den beiden andern Seiten am Waſſer ſind nicht doppelt, auch nicht ſo hoch und ſtark, wie die auf der Landſeite, ſcheinen ſchlecht erhalten und vernachlaͤſſigt zu ſeyn. Die Thuͤrme ſtehen im⸗ mer in ziemlichen Entfernungen von einander. Auf dieſen beiden iſt es nicht moͤglich, die Stadt in allen Orten zu umgehen.


