Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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unendliche Fuͤlle von Gaben der Natur auf dieſem Erdſtriche brachte den Kaiſer Juſtinian auf die

Neinung, daß die Meuſchen einen ſo reitzenden Ort, wie Konſtantinopel, nie voͤllig zerſtoͤren und ver⸗ laſſen koͤnnten, und nannte ſie deßwegen die ewige Stadt(urbis acterna).

Konſtantinopel, oder bei den Morgenlaͤndern Stambul, Iſtambul oder Islambul, am Thra⸗ ziſchen Golfe, liegt im 40° 4* 27 noͤrdlicher Breite und 260 35, der Laͤnge auf der ganzen breiten Erd⸗ zunge, welche in Form eines ſpitzigen, auf dem Schei⸗ tel nur abgeſtumpften Dreiecks, am Ausfluſſe des Ka⸗ nals des ſchwarzen Meeres, in das Meer von Mar⸗ mora hervor ragt, und mit dem gegenuͤber liegenden Theile des Feſtlandes von Europa, welcher eben da⸗ durch gleichfalls eine Halbinſel wird, den ſchoͤnſten, geraͤumigſten und bequemſten Hafen der Welt bildet.

Grelot gibt den Umfang des eigentlichen Stam⸗ bul auf ungefaͤhr 4 Lieues an. Nach Bjo ernſtahl ſind von den 7 Thuͤrmen bis zur Moſchee Top⸗ Dſchamiie in gerader Linie 14,07s Fuß. Niebuhr, welcher alle Seiten der Stadt mit einer kleinen Bouſ⸗ ſole und ſeinen eigenen Schritten gemeſſen hat, ſetzt den Umfang der eigentlichen Stadt auf 6000 Schritte; dieſes iſt aber vielleicht nur von der Land⸗Seite zu

veerſtehen.. 3 Die Anzahl der Thore belauft ſich jetzt auf 25; fieben befinden ſich auf der Landſeite, ſieben gegen