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Abend bei ihm zubringen; wir rauchten Taback, und aßen mit einander zu Nacht.
Auf die Nachricht bei den Soldaten dieſes Haͤupt⸗ lings, daß zwei fremde Aerzte angekommen ſeyen, ſchickte ich meinen Gefaͤhrten zu den Albantern, er machte aber ſeine Sache ſchlecht, und waͤre bald mit Schimpf abgezogen. Ich mußte mich nun im hoͤchſten Grade zuſammen nehmen, um nicht das naͤmliche Schickſal zu haben; allein ich war deſſen ungeachtet ſo gluͤcklich, daß man mich fuͤr einen aͤußerſt gelehr⸗ ten Arzt hielt.
Am folgenden Tage ſetzten wir unſern Weg auf den Olymp fort, kehrten abermals in dem 3 Stun⸗ den vom vorigen Kloſter entfernten Kloſter des heil. Dionyß ein. Der Berg theilt ſich hier in mehrere ſenkrechte Felſen; das Gebaͤude liegt in der Mitte von himmelhohen, ſpitzig zulaufenden Klippen. Die Moͤn⸗ che zeigten uns in einer Grotte eine kleine Kapelle, welche der Heilige erbaut haben ſoll. Auch ſoll er eine Quelle durch ein Wunder vorgebracht haben, in⸗ dem er in der Noth nach friſchem Waſſer, nicht wie einſt Moſes mit dem Stabe, ſondern blos mit ſei⸗ ner Nachtmuͤtze gegen den Felſen geſchlagen hat.
In der kleinen Kirche dieſes Kloſters haͤngt ein großer und ſchoͤner Kronleuchter aus Bronce, welcher in Teutſchland verfertigt worden iſt. Die kleine, aber ausgeſuchte Bibliothek von griechiſchen und lateiniſchen
Werken, welche gleichfalls ſaͤmmtlich in Teutſchland 41ſtes B. Türkei. III. 3. 2
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