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tes, wildes und grauſames Auſehen, wie es mir bei keiner von den verſchiedenen Voͤlkerſchaften dieſer Na⸗ tion, welche ich bisher beſucht hatte, noch jemals vorgekommen war. Das Oberhaupt des Dorfes war ein alter griechiſcher Pope, welcher viel verſprach und wenig hielt. Kaum in dem Dorfe angelaugt, wurden uns ſchon Kranke zur Behandlung uͤbergeben. Wir ließen Ader, fuͤhlten den Puls u. dergl., und ver⸗ ſchafften uns ein großes Anſehen.. Unſere Reiſe ging durch eines der ſchoͤnſten Laͤn⸗ der in der Welt, in welchem die Vegetation aͤußerſt kraͤftig und wirklich uͤppig, auch der Ackerbau ziemlich gut beſtellt iſt. Den Reichthum des Bodens vermeh⸗ ren Obſtbaͤume in Menge, bedecken mit ihrem kuͤhlen⸗ den Schatten das ganze Land, und dienen einer Menge Voͤgel aller Art, den gewoͤhnlichen Gefaͤhrden der Fruchtbarkeit zum Aufenthalte. Beſonders gibt es in der Naͤhe von Salonichi ſehr viele Stoͤrche. Nachdem wir den 11. Juli bei einer ſchrecklichen Hitze den ganzen Vormittag gegangen waren, ſo ka⸗ men wir gegen Mittag in das große Dorf Kathe⸗ rinn, welches die Reſidenz eines albaniſchen Fuͤrſten iſt. Er hatte ſich gegen die Pforte empoͤrt, ließ ſich nicht von uns ſehen, weil er Verrath befuͤrchtete, gab uns jedoch zwei Soldaten zu Begleitern. Nach Mit⸗ ternacht kamen wir in ein Dorf, welches am Fuße des Berges liegt, und von den Griechen Skala(Lei⸗ ter oder Stufe) genannt wird, weil man bei demſel⸗


