Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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von ihnen loswinden, als durch Vertheilung einiges Diebs⸗Eſſigs aus ihrem Flaͤſchchen. Erſt am Bord des Schiffes Tarleton wurden die hoͤchſt zerbrechli⸗ chen⸗Muſter⸗Stufen, welche Jedermann mitgebracht hatte, betrachtet und nach Moͤglichkeit verwahrt. Die Gefellſchaft ſchiffte dann eilig bei den Inſeln Si⸗ phanto, Milos, Argentaria, St. George d'Arbora nach Athen. Naͤchſt dieſer Stadt zeigt ſich links ein Hain von Oelbaͤumen, und etwas tiefer der praͤchtige Tempel des Theſeus, deſſen Styl eben ſo einfach als edel iſt, obſchon die Verhaͤltniſſe bezaubern. Kaum haͤtte ein ſchoͤneres Denkmal des hohen Kunſtſinnes der Alten bis auf unſere Zeiten ſich erhalten koͤnnen. So wenig man in deſſen Beſchauung ermuͤdet, eben ſo unerſchoͤpflich koͤnnte man in der Schilderung dieſes Modelles werden.

Der herrliche Tempel der Minerva in der Ci⸗ tadelle von Athen wurde in ein Pulver⸗Magazin verwandelt, bei deſſen Entzuͤndung die ſchoͤnſte Bild⸗ bauer⸗Arbeit vernichtet wurde. Man haͤtte ſich noch gluͤcklich geſchaͤtzt, einige Truͤmmer davon noch zu neh⸗ men; allein der Gouverneur eroͤffnete, daß dieſes Zu⸗ geſtaͤndniß ſeinen geheimen Feinden im Serail zum Vorwande dienen wuͤrde, ihn zu enthaupten. So we⸗ nig die Tuͤrken ihre Kunſtwerke zu ſchaͤtzen wiſſen, ſo laſſen ſie dieſelben doch nicht abfuͤhrenz eher vernichten ſie ſelbſt, was ihnen vorkommt. So z. B. haben ſie eine der majeſtaͤtiſchen Saͤulen des Theſeus⸗Tempels