Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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VIII. Am 20. Mai 1786 fuhr Lady Craven auf der Fregatte Tarleton mit dem Grafen Choi⸗ feul und einem großen Theile ſeines Gefolges bei ſchönſter Witterung von Pera neben den Prinzen⸗ Juſeln gegen das Vorgebirge Burburon und den Hafen Mudagna. So maͤhig anfangs der Wind war, ſo erhob ſich doch bald ein ſo maͤchtiger Sturm, daß die Fregatte nur mit vieler Muͤhe dem ſchreckli⸗ chen Felſen der Inſel Marmora entgehen konnten. welche in die Mitte des Meeres geſetzt zu ſeyn ſcheint, um die Truͤmmer der verungluͤckten Schiffe auftn⸗ nehmen. In theilnehmender Erinnerung an das Schickſal Leanders und anderer trojaniſcher Hel⸗ den eilte die Fregatte von Mitylene und Jd⸗ ſera, Myveonien und Dragoniſſa voruͤber, und landete auf der Inſel Naros, wo nur noch ei⸗ nige Tkuͤmmer des einſt beruͤhmten Bacchus⸗Tempeis tu finden waren. Die Quelle, an welcher Baechns die ungluͤckliche Ariadne in Thraͤnen uͤber die Flucht ihres Geliebten getroffen haben loll, ſprudelt aus wei⸗ bem Marmor.

Die Fregatte lief an die Inſel Antiparos zur Rechten der Inſel Paros, deren Marmor⸗Blocke faſt am doͤchſen geſchaͤtzt werden. Die Kuͤnſtler und ge⸗ lehrten Begleiter Choiſeuls ſtiegen in die Grotte⸗ und Craven war das erſte Frauenzimmer, welches ein Gleiches wagte. Durch dieſe Geſellſchaft von Aſtronomen und Geometern wurde die Behauptung