auf ihre Geſchaͤfte und Umgebung beſchraͤnkt, und muͤſſen auf das geſellſchaftliche Leben gleichſam Ver⸗ licht thun. Der Verkehr, weichen ſie mit einan⸗ der haben, iſt nach ihrem Berufe nicht zur guten Go⸗ ſellſchaft zu rechnen. Die mannigfaltigen Intereſſen ihrer Hoͤfe verbieten ihnen„ ſich uͤber politiſche An⸗ gelegenheiten zu unterhalten, und aus dieſer Verle⸗ genheit entſteht auch eine Zuruͤckhaltung im Pri⸗
datleben. 5
Hier ſind faſt ſo viele Griechen, als Tuͤrken; doch zeichnen ſich dieſe durch groͤßere Vaterlandsliebe aus. Aus jenen werden die Fuͤrſten der Moldau und Wal⸗ lachei gewaͤhlt, welche nach dreijaͤhriger Verwaltung ihres Amtes ſich mit großem Vermoͤgen zurück ziehen, und es auf Haͤnſer und Gaͤrten in der Umgebung von Konſtantinopel verwwenden. Nur wenige derſel⸗ den bleiben laͤnger mit der Gewißheit in ihrem Amte, daß ſie ruhig im Bette einſt ſterben koͤnnten, und nicht enthauptet wuͤrden. Ungeachtet dieſer traurigen Erfahrung fuͤhren ſie doch ihr beſorgnißvolles Leben dier fort. Sie ſuchen zwar ihre Reichthuͤmer moͤg⸗ lichſt zu verheimlichen; allein die Regierung hat gute Spione, und unvermuthet werden ſie in ihren eige⸗ nen Wohnungen verhaftet. Faſt ſcheint, daß der Anblick des Bosphorus ihren Augen ſo große Reitze darbiete, daß ſie eher auf jedes andere Vergnuͤgen verzichten. Dieſe Verblendung iſt um ſo auffallender,
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