Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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welche zu Thoren dienen, drohen dem Verfalle durch der Tuͤrken Vernachlaͤſſigung. Viele glauben au eine alte Prophezeiung, nach welcher die Kaiſerin von Rußland, als Kaiſerin von Griechenland, durch ein folches Thor ihren ſiegreichen Einzug halten wuͤrde. Viele ſind fuͤr dieſen Fall zur Auswanderung nach Aſien entſchloſſen, weil manche ſchon das Ungluͤcks⸗ Thor bezeichnen. 41 nh en In beſonderen Faͤllen begibt ſich der Sultan mit einem ſehr feierlichen Zuge zur Andacht. Die Entfer⸗ nung vom Thore des Serails bis zur Moſchee iſt nicht groß. Vor ihm gehen in zwei Reihen 150 Ja⸗ nitſcharen mit mehreren Gardiſten und Offizieren. Er reitet einen Schimmel, welchen zwei Maͤnner au dem Zaume fuͤhren. Ueber ihn haͤlt Jemand ein gruͤ⸗ nes Sommer⸗Dach, welches reich mit Diamanten be⸗ ſetzt iſt. So lange die Pforte ſich unter dem Vor⸗ wande des Geldmangels weigert, auf den wichtigſten Plaͤtzen Batterien zu errichten, und Kanonen fuͤr die Vertheidigung des bedrohten Reiches aufzupflanzen, werden die Juwelirer unermuͤdet ſeyn, dem baar zah⸗ lenden Harem genug Diamanten zu liefern. Je groͤ⸗ ßer und ſchoͤner dieſe ſind, deſto willkommener; die meiſten ſind roſenfarbig. e atidste Cllt Der Graf von Choiſeul machte der Lady Cra⸗ ven und den Gemahlinnen der Geſandten den Vor⸗ ſchlag, ſich auf das Landhaus des Kapudan⸗Paſcha zur Einſicht des Harems zu begeben, welches eine