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uͤber ſo, daß einige durch das Fenſter wegſpran⸗ gen, einer den Hals auf der Stiege brach, und alle dem Groß⸗Admtrale mit ſeinem Loͤwen dieſes Mal die Volkendung der Gefchafte im Rathe uͤberließen. Den auswaͤrtigen Geſandten mag es ſehr will⸗ kommen ſeyn, daß die Tuͤrken weder Beſuche machen, noch annehmen. Denn der Umgang mit ſo unwiſſen⸗ den Menſchen, die wie Maſchinen organiſirt ſind, muͤßte etwas Erſchreckliches feyn. So einleuchtend die Franzoſen den Tuͤrken zu beweiſen ſuchten, daß die Ruſſen mit Flotten nicht allein uͤber das ſchwarze Meer, ſondern auch uͤber den Archipel nach Kon⸗ ſtantinopel kommen koͤnnten, ſo wollte doch kein Tuͤrke die Ausfuͤhrbarkeit dieſes Unternehmens glauben. Man darf nicht befremdend finden, daß mancher Reiſende bei dem Anblicke von Konſtantinopel ein Schiff gar nicht verlaſſen will. Die Stadt und Einfahrt uͤber das Meer di M armora bieten das erhabenſte, prachtvollſte und angenehmſte Gemaͤlde dar. Die Einbildungskraft kann keine bezauberndere Szeue ſchaffen, als die Natur hier darbietet. Man darf ſich nicht wundern, daß Konſtantin hier den Sitz ſeines orientaliſchen Reiches beſtimmte. Die Na⸗ kur hat hier das Land und Waſſer auf eine ſo⸗ bewun⸗ dernswuͤrdige Art vereinigt, daß London, Paris, Amſterdam, Petersburg und Moskau weit
binter dieſem Gemaͤlde ſtehen. Der Hafen, weicher Pera von Kouſtantino⸗


