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Papiere zu unterſuchen, und die Namen derjenigen zu erforfchen, welche waͤhrend ſeines Lebens Verhaͤlt⸗ niſfe mit dem Kabinette hatten. Der gegen Petraki abgeordnete Beamte uͤbermachte die gefundenen Pa⸗ piere in die Haͤnde des Sultans, welcher uͤber deren Bekanntwerden ſehr beunruhigt war. Denn Pe⸗ traki war ſein beſonderer Agent, und uͤberbrachte iym das Geld fuͤr Dienſtverleihungen, welche er we⸗ gen der hoͤchſten Gunſt einnehmen durfte. Die Rech⸗ nungs⸗Buͤcher Petraki's waren in der beſten Ord⸗ nung, die eingenommenen Summen waren ſo genau eingetragen, als die Tage und Plaͤtze, wo er ſie em⸗ pfangen hatte. Durch welche gemeine und niedrige Naͤnke die Miniſter ihre Stellen erlangen, kann man ſich im Auslande kaum vorſtellen. Der Sultan hatte die beſte Meinung von der Rechtſchaffenheit und dem Muthe des Kapudan⸗Paſcha; entfernte dieſer ſich von der Hauptſtadt, ſo glaubte der Sultan ſchon, ſie ſey in Gefahr. Man war auch einſtimmig der Meinung, daß er die Polizei daſelbſt auf einen beſſern Stand exhob. Bei einem Brande waren 4 Janitſcharen nicht eifrig in der Erfuͤllung ihrer Pflicht; er ließ ſie ſo⸗ gleich in die Brandſtaͤtte werfen, um ihre Kameraden im Dienſte anzueifern. Auf ſeinen Spatziergaͤngen folgte ihm immer ein Loͤwe, wie ein Hund zur Seite. Einmal ließ er ſich von dieſem Thiere bis in den Di⸗ sau begleiten; die uͤbrigen Miniſter erſchracken dar⸗


