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pel trennt, hat ganz beſondere Eigenheiten. Alle Schutt und Unreinlichkeiten beider Staͤdte werden gewohnlich hinein geworfen. Die Zollſtaͤdte, Kaſer⸗ nen, Magazine und die Vorraths⸗Haͤuſer ſind in der Naͤhe. Man ſchuͤttet hier den Miſt und Koth aus, und Niemand iſt fuͤr die Reinigung beſorgt. Deſſen ungeachtet iſt der Hafen nicht verſchlammet, und ſtets ſo tief, daß die groͤßten Kauffarthei⸗Schiffe einlaufen koͤnnen. Man kann ſie an dieſem ufer ſo gut befeſti⸗ gen, wie in allen anderen Haͤfen des Kanales. Die⸗ ſer Hafen wird immer enger, ſobald er am ſuͤßen Waſſer zunimmt, und iſt zuletzt nur ein kleiner Bach. Die Franzoſen haben das ſuͤße Waſſer in der Art ein⸗ gedaͤmmt, wie zu Marly, und die Umgebung mit Baͤumen bepflanzt. Hier ſieht man alle Freitage Ge⸗ ſellſchaften von Tuͤrken, welche daſelbſt Mittags eſſen, oder Kaffee trinken, oder Tabak rauchen, auf dem Raſen unter dem Schatten großer und breiter Ahorn⸗ Baͤume ruhen, welche zum großartigen Ganzen paſſen. Die groͤßten Eichen Teutſchlands und Englands wuͤrden nur als ſchwache Schilfrohre neben ihnen erſcheinen. So außerordentlich die Vorzüge der Natur hier ſind, ſo gibt es doch auch wieder viele Unannehmlich⸗ keiten, welche jene ſchmaͤlern. Das Land iſt ſo ſchoͤn, das Klima ſo bezaubernd, daß man ſich in das Para⸗ dies verſetzt waͤhnt. Allein die Peſt und das Erdbe⸗ ben ſind jedem denkenden Weſen ſo abſchreckend, daß man dieſes Himmelreich fliehen moͤchte. Waͤhrend


