Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Degen⸗Klingen, Saͤbeln und Meſſern handelten, die den Damaſeenern nicht nachſtehen. Der Palaſt des Cham iſt nur einſtoͤckig, rruht auf hoͤlzernen Saͤulen, welche bunt bemalt ſind; uͤber dem Hauptthore iſt eine vergoldete Inſchrift. Er war kurz vorher in der Hoffnung ausgebeſſert worden, daß er der Kaiſerin zur Herberge dienen wuͤrde. Von einem Hofe und Garten in den andern fuͤhrte der Weg durch viele Gemaͤcher in den Harem, wo die Muͤtter, Schwe⸗ ſtern, Weiber und Beiſchlaͤferinnen des Cham ſich

aufhielten. Einige Gemaͤcher waren mit Marmor ge⸗

prudelten. Zu den Produkten dieſer Gegend gehoͤrt eine Art von Siegelerde, welche der Seife gleicht, und der Haut ſehr dienlich ſeyn ſoll; daher die tuͤrki⸗ ſchen Frauenzimmer ſehr viel verbrauchen. Auch gibt es auf der ganzen Halbinſel ſehr viele wilde Spargel und Rettige von der Groͤße eines Schenkels, welche ungemein ſchmackhaft ſind. Ein domartiges Grabmal verſchloß die irdiſchen Reſte einer chriſtlichen Frau, welche der Cham auf das zaͤrtlichſte geliebt hatte, und uͤber deren Verluſt er untroͤſtlich geweſen iſt; weßwe⸗ gen er dieſes koſtbare Erinnerungs⸗Zeichen ſetzen ließ.. Die Frauenzimmer achten keinen Putz, welcher nicht aus Gold, Silber, Perlen und Diamanten be⸗ ſteht; die feinſte Leinwand, die ſchoͤnſten Spitzen ha⸗ ben fuͤr ſie keinen Werth. Die Hemder der Maͤnner

zuri in deren Mitte Quellen oder Springbrunnen