Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Allein mit Huͤlfe des Aufſehers der Muͤnze brachte ich es dahin, daß goldene Medaillen gepraͤgt wurden, auf einer Seite mit dem Namenzuge des Sultan, und auf der andern mit einer Inſchrift, welche auf meine Schule Bezug hatte. Der Reis⸗Effendi vertheilte bei der erſten Pruͤfung die Medaillen an diejenigen, welche ich ihm anwieß, erlaubte ihnen, dieſelben an einer goldenen Kette zu tragen, und verſprach ihnen eine vorzuͤgliche Befoͤrderung.

Eines Tages ſagte der Groß⸗Vezier ganz ernſthaft zu mir, ob ich wohl glaubte, daß die tuͤrkiſche Armee ſtark genug gegen die Ruſſen ſey. Ich erwiederte, daß ich die Beantwortung dieſer Frage nur von ihm erwarten koͤnne. Ich weiß es nicht, antwortete er; ich wuͤßte auch nicht, wie ich es erfahren koͤnnte, es muͤßte denn durch die Wiener Zeitung ſeyn. Eine ſolche Dummheit uͤbertraf alles, was ich erwarten konnte.

Durch den Tod des Sultan Muſtapha gelangte ſein Bruder, der einzige noch uͤbrige Sohn des Sul⸗ tan Achmet, zu dem Throne. Er beſaß einen ſehr ſanften Charakter; vierzig Jahre hatte er, in Einſam⸗ keit und Furcht, in dem Serail zugebracht. Er durch⸗ lief anfangs ſeinen ganten Palaſt, welchen er ſelbſt nicht kannte, empfahl ſeines Vorgaͤngers Einrichtun⸗ gen, und beſuchte bei ſeinem erſten oͤffentlichen Aus⸗ gange die Schule der Artilleriſten, mit deren Fertig⸗ keit er ſehr zufrieden war.

Nach dem Abſchluſſe des Friedens beſchloß ich,