Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Hof daruͤber in Erſtaunen fand, als ich aus dem Zim⸗ mer des Fuͤrſten kam.

Die Stadt Naſſi, in einer moraſtigen Gegend, iſt von allen Seiten mit Huͤgeln umgeben worauf man, wegen ihrer angenehmen Lage, die ſchoͤnſten Landhaͤuſer haͤtte erbauen koͤnnen. Kaum aber erblickt man auf denſelben einige Huͤtten. Mit Ausnahme der Haͤuſer der Bojaren und derjenigen Griechen, wel⸗ che im Gefolge des Fuͤrſten aus Konſtan tinopel kommen, leuchtet aus allen uͤbrigen Haͤuſern der Hauptſtadt das groͤßte Elend hervor. Die Bojaren, die Großen des Landes, in der That aber nur beguͤ⸗ terte Landeigenthuͤmer, ſind grauſame Bedruͤcker deſ⸗ ſelben. Sie uͤben gegen den regierenden Fuͤrſten nur alle erdenkliche Raͤnke.

Nach meiner Abreiſe aus Yaſſi belohnte ich den Ali⸗Aga fuͤr ſeine Dienſte, und erhielt zwei Janit⸗ ſcharen von der Wache des Fuͤrſten, und einen Grie⸗ chen, welcher eben ſo, wie Ali handelte zur Be⸗ gleitung.

Der Theil der Moldau, durch welchen ich noch reiſte, war eben ſo ſchoͤn, als derjenige, welchen ich auf meiner Reiſe bis Naſſi angetroffen hatte; nur wurde das Land immer bergigter, je naͤher wir nach Kiſchenow kamen. Wir fuhren von dieſen Anhoͤ⸗ hen wieder durch hohle Wege hinab, welche immer breiter und weniger tief wurden, und gelangten am Ende derſelben nach Beſſarabien.