Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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miniee geht; ſo hatte ich doch das Gluͤck, noch ruſ⸗ ſiſche Pferde zu gewinnen, welche mich nach dem er⸗ ſten tuͤrkiſchen Zollhauſe brachten, das, gerade uͤber Swanitz, auf der andern Seite des Dnie⸗ pers liegt, welcher beide Reiche von einander ſchei⸗ det. Einige Janitſcharen, die ich am polniſchen Ufer in tuͤrkiſcher Sprache anredete, wurden mir ſo gewogen, daß ſie mich auf die Faͤhre begleiteten, wel⸗ che mich an das andere Ufer brachte. Von dem Zoll⸗ einnehmer gut aufgenommen, reiſte ich Tags darauf unter anſehnlicher Begleitung nach Kotſchim, in deren Vorſtadt ich eine Wohnung erhielt. Ein Offi⸗ zier und einige Janitſcharen hielten als Wachen die Thuͤre beſetzt, und einer von den Leuten des Gou⸗ verneurs hatte den Auftrag, mir auf Koſten der Ein⸗ wohner alle Lebensmittel umſonſt zu ſchaffen. Als ich verſuchte, fuͤr eigenes Geld die Beduͤrfniſſe zu beſtrei⸗ ten, wurde es entdeckt, ein Jude, welcher meine Auftraͤge uͤbernahm, derb gepruͤgelt, und die Ein⸗ wohner mußten das Geld wieder hergeben.

Als ich bereit war, eine Audienz bei dem Paſcha zu erhalten, kamen verſchiedene Pferde und Offiziere deſſelben, um mich zu ſeiner in der Feſtung liegenden Wohnung abzuholen.

Die Feſtung Kotſchim liegt am Abhange eines

Berges am rechten Ufer des Dnieſter bergabwaͤrts ge⸗ gen den Fluß, ſo, daß man vom entgegengeſetzten Ufer die ganze Stadt uͤberſehen kann. Die Cita⸗