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Um die Tuͤrken und ihren Stolz zu zeichnen, will ich eines ihrer Lieblings⸗Spruͤchwoͤrter anfuͤhren: „In Indien ſieht man Reichthum, Witz in Europa, und Pracht bei den Osmanen. Den Zug des Großherrn bei ſeiner Kroͤnung haben wir ſchon oben in Kuͤrze beſchrieben, wir wollen hier noch einer Waſſerfahrt des Sultan erwaͤhnen, welche ſehr viel Glaͤnzendes und Auffallendes hat. Der Großherr hat allein das Vorrecht, uͤber ſeinem Schiffe eine ſcharlachene Decke zu haben, auf welchem 3 geſchmuͤckte Laternen in die Hoͤhe ragen; das Schiff wird von 26 Nudern gefuͤhrt. Eines von der naͤmlichen Be⸗ ſchaffenheit folgt, um bei allen Vorfaͤllen gleich nahe zu ſeyn. Die vornehmſten Offiziere des Hofes beglei⸗ ten ihn, jeder in dem fuͤr ihn beſonders beſtimmten Schiffe. Die große Anzahl derſelben, die Genauig⸗ keit, mit welcher man alle Ruder zugleich fuͤhrt, und die Schnelligkeit der Fahrzeuge geben zugleich einen majeſtaͤtiſchen und angenehmen Anblick. Wenn der Sohn des Großherrn groß genug iſt, um ſich dem Volke zu zeigen, hat ſein Fahrzeug gleichfalls 26 Nu⸗ der und eine blaue Decke. Der Vezier allein hat eine blaue Decke und 24 Ruder. Der Mufti iſt in ſeinem Schiffe, wie jede andere Privat⸗Perſon, der Witterung Preis gegeben, er hat nur 9 Paare Ruder, und auf jeder Ruderbank 2 Leute ſitzen. Die uͤbrigen Schiffe der Großen, bei denen die Zahl der Ruder ebenfalls nach ihrem Range beſtimmt iſt, haben auf jeder Bank


