Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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ſie zerſtoͤrt. Alle Zierrath der Tuͤrken in ihren Mo⸗ ſcheen beſteht aus 4 Tafeln, in deren jeder der Name von einem der 4 Schuͤler Ma homeds geſchrieben ſteht. An verſchiedenen Orten ſtehen auf aͤhnliche Weiſe Stellen aus dem Koran, beſonders in derjeni⸗ gen Gegend, wo dieſes ſo hoch geſchaͤtzte Buch, waͤh⸗ rend der ſtillen Betrachtung, welche vor ihrem Gebete gewoͤhnlich iſt, geleſen wird. Die Tuͤrken haben auch ihrer Sitte gemaͤß, dem Frauenzimmer einen Piatz in der Moſchee angewieſen. Die Muetzin rufen von den Minarets herab die zum Gebete feſtgeſetzten Stun⸗ den. Die Minarets ſind Thuͤrme, welche beinahe Saͤulen gleichen, inwendig hohl ſind, und 45 Fuß im Durchſchnitte haben. Sie ſteigen in gleicher Dicke von den Ecken der Moſchee bis uͤber die Kuppel in die Hoͤhe, wo eine Gallerie ungefaͤhr 20 30 Zoll weit hervor ragt, zu der eine Wendeltreppe hinauf fuͤhrt, deren kleine Thuͤre beſtaͤndig gegen Mekka liegt. Von dieſer Gallerie nimmt der Minaret unge⸗ faͤhr um ein Viertheil ſeines Durchmeſſers ab, und endigt ſich endlich mit einem ſpitzen, mit Blei ge⸗ deckten Dache. Auf dem zußerſten Gipfel befindet ſich ein Halbmond, deſſen gekruͤnmte Spitzen ſehr nahe zuſammen gehen, zwiſchen welchen gewoͤhnlich der Name Gottes ſich befindet. Bei den großen Mo⸗ ſcheen haben manche Minarets 2 3 Galerien; allein jene bei der Sophien⸗Kirche haben nur eine; ſie ſind auch die niedrigſten und ſchwerfaͤkigſten.