Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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beſorgt, oder erkauft ſich neue Kleider. Man ſtellt

auch alle Arten von Luſtbarkeiten an. Die Waſferleitungen, welche das Waſſer nach

Konſtantinopel fuͤhren, dienen oft den tuͤrkiſchen

Spatziergaͤngern zum Vergnuͤgensorte. Sie ſetzen ſich dort in die Luſthaͤuſer, welche die Kaiſer mit dieſen Waſſerleitungen zugleich erbauen ließen. Die Waſſer⸗ leitungen, welche die Tuͤrken an der Stelle der alten Ziſternen errichteten, ſtechen gegen jene der Griechen ſo gewaltig ab, daß die letztern dadurch in großen Ruf kamen. Dieſes Gebaͤude zur Zeit Juſtiniaus erbaut, zeichnet ſich weder durch die Kuͤhnheit und Groͤße, noch durch Leichtigkeit des dariu herrſchen⸗ den Styles aus. Bei der tuͤrkiſchen Waſſerleitung berrſcht kein Ebenmaaß, keine Auswahl der Materia⸗ lien, kein Talent, keine Feinheit in der Ausfuͤhrung; alles verkuͤndigt, daß Gewalt die Unwiſſenheit beſiegt, und Geiz ſie bezahlt hat.

Dieſe Maͤngel ſind minder auffallend bei den von den Kaiſern erbauten Moſcheen, weil ſie alle unter den Augen der Sultane, und nach dem Muſter der h. Sophia erbaut ſind. Ja es gibt Moſcheen, weiche nach dem Modelle dieſer alten griechiſchen Kirche er⸗ baut, ſie noch uͤbertreffen. Allein die h. Sophie iſt ſelbſt kein Meiſterſtuͤck, und ſachverſtaͤndige Reiſende wuͤrden bei genauer Pruͤfung, in Anſehung der heili⸗ gen Sophia ihr Lob nicht verſchwenden. So ſind z. B. die Saͤulen an einem Theile des Gebaͤudes zu