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ſchen mit Verachtung an. Andere Moͤnche und San⸗ tons(Einſiedler) verlegen ſich auf das Prophezeien, und treiben Schlechtigkeiten anderer Art. Der Fana⸗ tismus des Poͤbels zwingt ſelbſt aufgeklaͤrte Leute, ſich in Betreff dieſer Moͤnche Gewalt anzuthun, und die maͤchtigſten Tuͤrken koͤnnen ſich nur auf einige Augen⸗ blicke von dieſem Geſindel befreien, wenn ſie ihnen Geld geben, welches ſie aber in der That noch unver⸗ ſchaͤmter und belaͤſtigender macht.
Der Groß⸗Vezier Rakub⸗Baſcha legte auf ei⸗ gene Koſten eine oͤffentliche Bibliothek an, weil es zu Konſtantinopel keine gab. 1000— 1200 grabi⸗ ſche und perſiſche Handſchriften wurden in Buͤcher⸗ ſchraͤnke vertheilt, welche man in der Mitte des Ge⸗ baͤudes als Pyramiden aufgerichtet hatte. Ein Bib⸗ liothekar hatte die Aufſicht, und der Eingang ſtand
dem Publikum zu jeder Stunde offen. Aber dieſes
wird die Kenntniß der Duͤrken ſo lange nicht erwei⸗ tern, als ſie durch die Schwierigkeit ihrer Sprache nicht eingeſchraͤnkt werden. Die Beitraͤge der Buch⸗ druckerkunſt wurden verachtet, und die Buͤcher, welche Ibrahim Effendi zu drucken angefangen hatte, nahmen einen ſchlechten Abgang, obgleich er nur ſol⸗ che Buͤcher drucken ließ, welche ſehr vielen Abſatz ver⸗ ſprachen. 8.
Die Gewohnheit der Kaiſer Moſcheen zu bauen und mit Einkuͤnften zu verſehen, hat ihre Zahl ſo vermehrt, daß man zu Konſtantinopel nur mit


