Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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cher den kaiſerlichen Saͤbel auf den Schultern traͤgt. Er iſt in Goldſtoff gekleidet, und traͤgt unter allen Tuͤrken nur allein eine, dicht dem Leibe anſchließende Kleidung. Hierauf kommt der Kislar⸗Aga, hinter welchem der Kasnadar⸗Aga den Zug beſchließt, welcher unter den ungeheueren, ihn begleitenden Volks⸗ haufen Geld auswirft. Der Kapidgilar⸗Kiay⸗ aſſy und der Boſtandſchi⸗Baſchi empfangen den Sultan am Ende des erſten Hofes, werfen ſich vor ſeinem Pferde nieder, und fuͤhren ihn in den zweiten Hof, wo ihn die Offizianten des innern Se⸗ rail empfangen.

Die Muſik der Tuͤrken, beſonders die militaͤri⸗ ſche, iſt außerordentlich roh. Hingegen iſt die Zim⸗ mer⸗Muſik ſehr ſanft, aber einfoͤrmig in den halben Toͤnen und ſchwermuͤthig. Das Orcheſter beſteht aus einer Basgeige mit drei Saiten, der Viole d'Amour, welche ſie von den Auslaͤndern angenommen haben, der Floͤte der Derwiſche, einer Gattung von Mando⸗ line mit einem langen Halſe und metallenen Saiten. Die Muſikanten, gewoͤhnlich im Hintergrunde des Zimmers, ſitzen auf ihren Ferſen, und ſpielen ohne Noten Stuͤcke, welche allzeit ſehr einfoͤrmig ſind, Die Geſellſchaft indeſſen ſchweigt ſtille, und berauſcht ſich mit Tabaksdampf oder mit Opium.

Die gewoͤhnlichen Opium⸗Eſſer erkennt man gleich am Zittern, als einer Folge dieſes Giftes. Ihre trau⸗ rigen und bleichen Geſtalten wuͤrden nur Mitleiden