Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

350

baͤlt ein Sopha zu ſeiner Ruhe. Endlich kommen die Hauptleute von der Wache des innern Serail, nebſt dem Ober⸗ und Unter⸗Stallmeiſter, welche vor den Handpferden des Großherrn gehen. Letztere ſind mit außerordentlich reichen und langen Decken belegt; das Haupt ziert ein Reiher⸗Buſch; am Vorderzeuge iſt ein Roßſchweif befeſtigt, und auf dem Sattel be⸗ findet ſich ein Saͤbel und ein Streitkolben, welche in dem Obergurte ſtecken, und mit einem Schilde be⸗ deckt ſind. Jedes dieſer Pferde fuͤhren zwei Fußgaͤnger an den Zuͤgeln. Auf dieſen folgen 2 Reihen Aſſe⸗ kis mit Saͤbeln in einem Schulter⸗Gehaͤnge und wei⸗ ßen Staͤben. Eine Menge Zuluftſchis mit hoch⸗ rothen Kasketes und in die Hoͤhe gehaltenen Lanzen gehen vor den Peiks, welche in roͤmiſcher Kleidung Ruthen⸗Buͤndel tragen, aus welchen ſilberne Beile hervor ſtechen; ſie kommen vor den Solakis, welche an den Fuͤßen eine Gattung Kothurnen tragen, und mit Bogen und Pfeilen bewaffnet ſind. Sie haben ſehr koſtbare Kopf⸗Bedeckungen mit ungeheuren Feder⸗ buͤſchen, von welchen die Spitzen oben zuſammen ſchlagen. Zwiſchen dieſen kommt endlich der Sultan zu Pferde, deſſen Kopfputz noch uͤber ſie hervor ragt. Bei ſeiner Ankunft herrſcht das groͤßte Stillſchweigen, den tiefen Verbeugungen der Janitſcharen dankt der Großherr durch kleine Beugungen des Kopfes. Eine Menge von Dſchoadars umringt und begleitet den Sultan, und umgibt auch den Seliktar Awel⸗