Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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288 welche ſich bis zur Ebene Balbeck erſtreckt, und uͤber⸗ nachteten in dem Dorfe Cam etella, einem gefaͤhr⸗ lichen Aufenthaltsorte der arabiſchen Raͤuber. In 2 Stunden langte ich auf einem ſteilen Wege in einem großen entvoͤlkerten Dorſe, und Abends in Damas an. Alle auf dem Wege von Seida bis Damas vorkommenden Gebirge ſind Aeſte des Zedern reichen Lüibanons. Zu Damas wurde ich in dem Kapu⸗ ziner⸗Kollegium freundlich aufgenommen; es zaͤhlt Schuͤler, welche im Leſen und Schreiben und in Wahrheiten der Religion unterrichtet werden.

Mit dem Vorhaben, meine Reiſe bis nach Afrika auszudehnen, zog ich laͤngs des Gebirges des wuͤſten

Arabiens auf einem wenig beſuchten Wege hin.

Den 16. reiſte ich von Damas auf den Engelberg, welcher ſehr friſches gutes Waſſer hatte. Am folgen⸗ den Tage beſuchten wir die auf einem Gebirge liegen⸗ den Ruinen zweier Schloͤſſer, hier ſahen wir bloß Haufen umgefallener Saͤulen. Unterwegs trafen wir in 12 Huͤtten alte Maͤnner und Weiber an, welche uns mit einem frugalen Mahle verſahen; dann zogen wir gegen das Gebirge hin, wo wir zum erſten Mal die Pflanze Serquis fanden. Die Umgebung eines Brunnens diente uns zum Nachtlager. Gegen Abend ſetzten wir unſere Reiſe, begleitet von dem ſchauder⸗ haften Geaͤchze der Eulen, welche hier die Groͤße ei⸗ ner Gans haben, fort. Bei Tags ruhten wir bei Brunnen wegen der Hitze der Sonne, und reiſten ge⸗