. 287. Stadt liegt. Auf der Spitze des Berges iſt ein Al⸗ tar, um welchen die Grabes Staͤtten der Maroniten und europaͤiſcher Chriſten ſind. Unter dem Berge ſieht man die Ruinen einer alten Stadt, welche vermuth⸗ lich Sidon war. Bei dem Nachgraben findet man viele Denkmaͤler und ſehr ſchoͤne Graͤber, deren Steine die Einwohner zum Baue ihrer Haͤuſer verwenden. Auf die Nachricht, daß nicht weit von dem Dorfe Seſein ein ſchoͤner Waſſerfall nebſt vielen alten Deukmaͤlern zu ſehen ſey, reiſte ich in Begleitung der Herren Kaſtor und d'Abounor dahin. Nach einem ſiebenſtuͤndigen Wege über den Libanon lang⸗ ten wir ermuͤdet in dem maronitiſchen Dorfe Gaë⸗ tulla an, weiches eine ſchoͤne Quelle von 20 Fuß im Durchmeſſer hat. Den 3. erreichten wir in 2 Stun⸗ den das Dorf Seſein, wo ein kleiner Fluß bei ſei⸗ nem Abſtuͤrzen von dem Gebirge einen 1000 Fuß ho⸗ hen Waſſerfall bildet. Dieß war der ſchoͤnſte Anblick meines Lebens. Unten breitet ſich eine herrliche mit vielen Baͤumen bepflanzte Ebene aus, velche durch ihren Schatten eine bedeutende Anzahl der Maroni⸗ ten und Druſen gehoͤriger Doͤrfer gegen die Strah⸗ len der Sonne ſchuͤtzen.
Ich ſetzte meine Reiſe nach Damas fort, und kam nach einem Wege von 9 Stunden an den Fluß Jeſel⸗Caragon, uͤber welchen eine Bruͤcke mit zehn Bogen fuͤhrt. Ohne Zweifel iſt dieſer der Eleuthe⸗ rus der Alten. Hier kamen wir an eine ſchoͤne Ebene⸗


