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Kesruan haben ſie Moͤnch⸗ und Nonnen⸗Kloͤſter nebſt 10— 12 Doͤrfern. Sie koͤnnen unr 1000 Mann in das Feld ſtellen; ſie ſind in den Wiſſenſchaften eben ſo unerfahren, als im Kriege; die Kluͤgſten koͤnnen nur leſen und ſchreiben. Sie reden arabiſch, ſchrei⸗ ben aber mit chaldaͤiſchen Buchſtaben, und halten ih⸗ ren Gottesdienſt in ſyriſcher Sprache, wiewohl ſie die Worte nicht verſtehen. Ihr groͤßter Ehrgeitz be⸗ ſteht darin, Kaufmann zu werden. Die, welche auf den Gebirge leben, ſind nicht wohlhabend, ſelbſt die reichſten haben kleine Wirthshaͤuſer fuͤr Reiſende, de⸗ nen flei ſteht, nach Belieben zu zahlen.
Sie halten viel auf das Gebet, und beobachten die Faſten, jedoch nur zur Paſſions⸗Zeit. Ihre mei⸗ ſten Prieſter ſind verheirathet, ungebildet, und muͤſſen ſich wegen ihrer geringen Einkuͤnfte durch Handarbei⸗ ten ernaͤhren. Ihre meiſten Biſchoͤfe, deren Anzahl 10— 12 ſtark iſt, ſind aus Kloͤſtern gewaͤhlt.
Von Aleppo nach Tripolis begleitete mich der Pater der Jeſuiten, Micolo, ein ſehr beruͤhm⸗ ter Miſſtonaͤr in dem Oriente. In dem Dorfe Mu⸗ eres uͤbernachteten wir. Waͤhrend unſeres dreitaͤgi⸗ gen Aufenthaltes beſuchten wir die auf dem nahen Berge liegenden Ruinen von Arel⸗Malen, die Ueberbleibſel einer ſehr großen Stadt. Hier fanden wir einen Tempel, deſſen Gewoͤlbe bloß eingefa en war. Die vielen Kreuze an den aus Quaderſteinen erbauten Mauern zeigen, daß er von den erſten Chri⸗


