Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

284

Den Zug ſchloßen alle zu Aleppo ſich aufhalten⸗ den Franzoſen. Der Baſſa ließ den Konſul durch ſeine Freunde empfangen, und nach den gewoͤhnlichen Zeremonien wurde ihm Kaffee und Sorbet gereicht, und die Zeremonie mit Roſen⸗Waſſer, womit Haͤnde und Kleider beſprengt wurden, und mit Raͤuchern be⸗ ſchloſſen. Bei dem Abſchiede ließ der Baſſa dem Konſul ein geſticktes Tuch zum Geſchenke geben, ohne ſich je⸗ doch nur im geringſten von dem Platze zu bewegen; dieß kommt daher, weil die Muſelmaͤnner gegen an⸗ dere Religions⸗Genoſſen keine Achtung haben. Der Ruͤckzug geſchah in der naͤmlichen Ordnung. Die Be⸗ druͤckungen der Baſſa, wenn ſie ihr Amt antreten, ſind groß.

Nach Beendigung meiner Geſchaͤfte zu Aleppo unterſuchte ich den Zuſtand der Maroniten, welche auf dem Libanon, dem Anti⸗Libanon, und in einem Theile des Landes Cazervan um die Stadt Seide wohnen. Die Maroniten ſind die gerins⸗ ſten und aͤrmſten aller Chriſten in der Levante. Die meiſten leben auf dem Libanon und Anti⸗Liba⸗ non, die uͤbrigen halten ſich in den Staͤdten Da⸗ mas, Seida, Barath, Tripoly, Aleppo, Jeruſalem und Syrien, und auf der Inſel Cy⸗ pern auf. Auf die Seidenzucht verwenden ſie große Sorgfalt. Zwei Familien genießen bei ihnen die Ehre

und das Anſehen eines Cheks. Auf dem Gebirge