279 Cheile der Stadt, wo viele Springbrunnen ſind, wird gewoͤhnlich Markt gehalten.
Den 30. durchreiſten wir die ſchoͤnſte Ebene, die es geben mag. Sie iſt reichlich mit Feigen⸗ und an⸗ deren ſchoͤnen Baͤumen bepflanzt, mit vielen kleinen Waͤſſern, welche ſich in einen Fluß vereinigen, wel⸗ cher durch die Mitte der Ebene fließt, und von den Tuͤrken Boſſe Mainder(der Meander der Al⸗ ten) genanut wird. Er nimmt in einem ruhigen Bette ſeinen Lauf gegen Weſt. Nach einem dreiſtuͤu⸗ digen Wege langten wir in dem Dorfe Quiosque, und 2 Meilen weiter zu Nazelia, einen großen Ca⸗ ſabas mit 4 Moſcheen, an.
Den 34. uͤbernachtete ich in dem nur von Tuͤrken bewohnten Dorfe Cujujac. Den 1. Novem ber ſetzte ich nach einem s Stunden langen Wege uͤber den Fluß Boſſe Mainder, und erreichte Abends die ſchoͤne Stadt Denyzely, oder Denizley, welche kurz vorher durch Feuer großen Schaden gelitten hatte. In Begleitung vier wohl berittner und gut bewaffneter Maͤnner begab ich mich auf das 4 Meilen
entfernte Gebirge. Am Fuße des Berges trafen wir verſchiedene Truͤmmer einer Mauer an; dann kamen wir zu den Ruinen einer ganz verwuͤſteten Stadt. Dem Anſehen nach waren die Palaͤſte derſelben aus weißem Marmor erbaut, die unbeſchaͤdigten Bild⸗ hauer⸗Arbeiten ſtammen aus der bluͤhendſten Pertode der Kunſt. Der Umfang der Stadt mag 2 Meilen


