— 276 der Laͤnge aus. Auf einem kleinen nahe liegenden Huͤgel ſteht ein Schloß, auf deſſen Erhaltung die Tuͤr⸗ ken keine Sorgfalt verwenden. Nebſt den ſchoͤnen Moſcheen trifft man zu Manachia 3 Spitaͤler an. Außerhalb der Mauern iſt ein herrliches Serail mit großen Gaͤrten, die ehemalige Reſidenz der osmanni⸗ ſchen Prinzen, ehe ſie den Sitz der Regierung nach Bruſſia verlegten. Das Land hat viel Getreide und viele Fruͤchte. Nach meiner Meinung iſt Ma⸗ nachia das alte Magneſia, und das daran ſto⸗ ſeude Gebirge der Berg Sipylus.
Den 21. ruhten wir nach dem Uebergange einiger Verge bei einem Kirchhofe, in welchem viele kleine Saͤulen mit Turbanen waren; wir langten in zwei Stunden zu Smyrna an. Auf Einladung des Herrn von Fontenu ritt ich in Geſellſchaft meines Freundes, des Pater Jerotheus nach Bouja⸗ ei⸗ nem ziemlich volkreichen Dorfe in einer ſchoͤnen Ebene mit vielen Weinbergen und Geflügel.
Smyrna, an einem Meerbuſen des Archipels, war vor Alters die Hauptſtadt Klein⸗Aſiens. Der Fluß Me le fließt noͤrdlich vorbei, und iſt wegen ei⸗ uer Hoͤhle, in welcher Homer ſeine Gedichte ver⸗ faßt haben ſoll, beruͤhmt. Die Stadt iſt haͤufig dem Erdbeben unterworfen, und die Peſt rafft oft in einem Jahre bis 10,000 Menſchen weg. Im Ruͤcken von Smyrna liegt ein Berg; den Eingang des Hafens ſchuͤtzt ein 3— 4 Meilen entferntes Schloß. Die Stadt


