275
merten Saͤulen zeugen von der ehemaligen Groͤße die⸗ ſes Ortes.
Den 22. brachen wir nach Mitternacht auf, erreich⸗ ten rechts nach 2 Meilen wieder ein Gebirge, auf welchem das Schloß Gurduquellet liegt, das von dem vorbei fließenden Fluſſe ſeinen Namen hat. Die⸗ ſes Schloß, welches noch in gutem Stande iſt, ſoll der letzte Ort der Genueſen in Aſien geweſen ſeyn. Nach 11/2 Meile kommt man unterwegs zu einer trefflichen Quelle mit drei aus herrlichem Mar⸗ mor beſtehenden Gruben, an welchen man noch einige Apollos⸗Koͤpfe ſieht.
Nach 2 Stunden kamen wir in die Stadt Aki f⸗ ſar oder Azar, von deren ehemaligen Groͤße noch viele in gutem Stande erhaltene Saͤulen, und viele Inſchriften zeugen. Ich glaube, daß dieſes die alte Stadt Thiatyra geweſen ſey. Bei unſerer Abreiſe aus der Stadt ſah ich einige Ueberreſte von einer Waſſerleitung. Auf einer ſchoͤnen Wieſe an dem Fluſſe Zairzou, dem Hermus der Alten, welcher ſich mit dem Paktolo in den Meerbuſen von Smyrna ergießt, blieben wir die Nacht uͤber. Den 23. reiſten wir 10 Stunden ununterbrochen durch eine ſchoͤne Ebene, wo wir von Raͤubern, jedoch ohne Schaden, angefallen wurden. Nachts erreichten wir die Stadt Manachia.
Dieſe große und volkreiche Stadt, an dem Fuhe eines ſehr hohen Berges, dehnt ſich eine Meile in


