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kleinen Gold⸗ oder Silber⸗Quaͤſtchen geziert ſind; Hals und Haͤnde zieret eine Perlen⸗Schnur, in den Ohren ſtrahlen mit Perlen beſetzte goldene Ringe. Die Juͤ⸗ dinnen haben dieſelbe Kleidung und tragen, mit Aus⸗ nahme des Kopfputzes auf dem Haupte, kupferne oder zinnerne Platten, welche ſie mit weißen und mit „Gold geſtickten Atlaſſe bedecken. Ihre Haare laſſen ſie, in ſeidene Beutel gebunden, herab haͤngen.
Alle Frauenzimmer, wenn ſie ausgehen, ſind vom „Kopfe bis zu den Fuͤßen mit weißer Leinwand verhuͤllt; ihr Geſicht iſt mit einem Flore umgeben, durch wel⸗
chen ſie alles beobachten koͤnnen. Bei ſchlechter Wit⸗ terung tragen Maͤnner und Frauen Stiefel von Saffian..
So iſt das Land beſchaffen, welches ich mit Be⸗ zeichnung der eigentlichen Graͤnzen der Staͤdte und Fluͤſſe beſchreiben will.
Am 27. Juli fuhr ich uͤber den Propontis, welcher Europa von Aſien ſcheidet, und langte den 28. gluͤcklich zu Montagniat an. Dieſes Staͤdtchen an der aſiatiſchen Meeres⸗Kuͤſte, s Meilen von Kon⸗ ſtantinopel, hieß vor Alters von ſeinem Erbauer Myrlus, dem Feldherrn der Kolophonier, My⸗ kleag. In der Folge wurde es von dem mazedoni⸗ ſchen Philipp zerſtuͤrt, von ſeinem Feldherrn Pru⸗ ſias wieder gufgehaut, und dasſeſbe von ſeiner Ge⸗ mahlin oder ſeiner Mutter Apamea genannt. Es iſt gut bevoͤlkert; die Juden und Chriſten treiben allein


