Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Anadulien gehoͤrt das alte Koͤnigreich Jſaurien, ein Theil von Cilicten nebſt den angraͤnzenden Laͤndern bis Aleppo. Zu Karamanien endlich gehoͤren die Laͤnder an dem mittellaͤndiſchen Meere, Pamphylien, Cilicien, Piſidien, Karien und Lyeien. Der Groß⸗Sultan hat uͤber das Land viele Baſſen und Sangiaken(Sandſchaken) geſetzt⸗ Der Baſſa von Natolien, welcher zu Chutaija re⸗ ſidirt, und 12 Unter⸗Baſſen hat, iſt der vornehmſte. Der Baſſa von Amaſia reſidirt in der Hauptſtadt gleiches Namens; jener von Andulien zu Erzeroa, und der von Karamanien in der Stadt Cogna. Die Einwohner des heutigen Natoliens ſind ein traͤges und feiges Volk, und deßwegen verachtet. Die Luft in Klein⸗Aſien, vorzuͤglich gegen das Meer iſt ungeſund; daher die haͤufigen Verwuͤſtungen der Peſt. Die Kleidung der griechiſchen Frauens⸗Perſo⸗ nen iſt zierlich und angenehm. Den Buſen umgibt eine Schnuͤr⸗Bruſt von rothem Brokat; die Hemd⸗ Aermel ſind weit und mit Spitzen beſetzt. Das Haupt ziert ein kuͤnſtlich gelegtes Tuch von gelber, weißer und rother Farbe; die Roͤcke ſind gefaltet, die Struͤmpfe roth mit Gold geſtickt, die Pantoffeln gleichfalls mit Gold durchwirkt. Die Frauenzimmer von Smyrna zeichnen ſich durch eine einer Haube aͤhnlichen Kopf⸗ Bedeckung aus. Die Reichen tragen Kleider von koſt⸗ baren Stoffen, winden das Haar in Zoͤpfe, welche uͤber die Schultern herab haͤngen, und am Ende mit