260 len nach Courtiache; alle dieſe Orte werden von griechiſchen Chriſten bewohnt. In 3 Stunden kam ich von Courtiache nach Salonichi, von wo ich am 6. Dezember nach Lariſſa aufbrach. Auf dem Wege kamen wir an den Fluß Vendari,o uͤber wel⸗ chen eine alte, baufaͤllige Bruͤcke fuͤhrte. Dieſer, der Axius der Alten, entſpringt auf dem Berge He⸗ mus, und ergießt ſich in den thermaiſchen Meerbuſen, jetzt Meerbuſen von Salonichi. Vier Meilen davon iſt der Fluß Carainge, der Ludias der Alten; mit dieſem vereiniget ſich der Erigon, welcher nord⸗weſtlich in Maze donien am Fuße des Bora entſpringt. Eine Meile davon ſetzt man uͤber den großen Fluß Caraſemen. ierauf kommt man zu einem großen Sumpfe, bei welchem der Anfang einer ſteinernen Bruͤcke zu ſehen iſt; der beſchwerliche Weg uͤber dieſe ſumpfige Gegend fuͤhrt zu einer ande⸗ ren Ebene, wo Salz bereitet wird; hierauf folgt der Flecken Liſtocores mit chriſtlichen Bewohnern. Hier trafen wir herrliche Weine an, mit welchen wir uns bis zu dem elenden Dorfe Catarino verſahen. Nicht weit von demſelben ritten wir uͤber den Fluß Chevetiluſu mit ſchlammigtem Grunde, und trafen zwei Meilen davon eine tuͤrkiſche Wache(Saimans) an, welcher jeder Chriſt eine Abgabe fuͤr ſicheres Ge⸗ leit entrichten muß. Von hier fanden wir auf einem bohen Berge das ſehr alte Schloß Platamene, welches von den Amazonen erbaut worden ſeyn ſoll.
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