Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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der Vorſtadt Pera den franz. Geſandten bei der Pforte, den Grafen des Alleurs, welcher mich in ſeinen Palaſt aufnahm. Den 10. Nov. fiel der Bairam oder das Oſterfeſt der Tuͤrken, welches ſie mit großen Feierlichkeiten begehen, nachdem ſie ſich durch ein Monat langes Faſten auf daſſelbe vorbereitet haben. Bei ihren Faſten eſſen ſie vor dem Abende gar nichts; den Tag uͤber getrauen ſie ſich nicht einen Tropfen Waſſer zu trinken, oder Tabak zu rauchen. Dafuͤr halten ſie ſich Nachts ſchadlos. Denn ſo bald die Sterne aufgehen, begeben ſie ſich zu Tiſche, und bringen die ganze Nacht mit Vergnuͤgungen und Ta⸗ baks⸗Rauchen zu. Wenn der Bairam angegangen iſt, ſchwaͤrmen die Tuͤrken in großer Menge durch die Straßen.

Nachdem ich zu Konſtantin opel eine Anzahl Muͤnzen geſammelt hatte, reiſte ich zu Lande nach Mazedonien. Den 9. November brach ich mit ei⸗ ner Karavane auf, und langte nach einer Stunde bei dem großen Flecken Evaſ grus, dem Verſammlungs⸗ orte der Karavanen nach Salonichi an. Den 11. brachen wir ungeachtet des haͤuſigen Regens auf, und durchzogen allmaͤhlig Thrazien, das heutige Ro⸗ manien. Dieſer Theil der Tuͤrkei, deſſen Haupt⸗ ſtadt Konſtantinopel iſt, hieß zur Zeit, wo die roͤmiſchen Kaiſer ihren Sitz von Rom nach Kon⸗ ſtantinopel verlegten, Romanien, Gegen Oſt graͤnzt es an das ſchwarze Meer, das Meer von